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Jul 27 2017

INOI R7 – Unboxing

INOI R7 – Unboxing

 

Endlich habe ich das INOI R7 in den Händen. Ich dachte es wäre einfach an eines heranzukommen. Die Bestellung bei Buyon ist komplett nach hinten losgegangen. Anfangs konnte man es nach Deutschland verschicken lassen, später wurde die Möglichkeit jedoch entfernt. Nach dem ich das Geld überwiesen habe erhielt ich eine Sendungsnummer die jedoch nicht funktionierte bzw. getrackt werden konnte. Die „Spezialisten“ von Buyon versuchten ZWEI Wochen lang die richtige Sendungsnummer herauszufinden…. vergebens. Umso schneller wurde meine Stornierung akzeptiert … auf das Geld warte ich immer noch. Leider weiß ich immer noch nicht wo das Problem lag. Egal! Dank einem User bin ich dennoch an eines ran gekommen. Vielen Dank dafür! 🙂

 

Verpackung

Die weiße schlichte Verpackung ist in einer Folie verschweißt. Vorne der Firmenname „inoi“ und seitlich oben/unten das SailfishOS Logo. Hinten werden noch einmal die Eckdaten aufgelistet. Da das Gerät aus Russland kommt und auch nur dort vermarktet wird, gibt es leider kein CE Zertifizierung, was aber klar sein sollte. Öffnet man die Verpackung sieht man wie üblich das eingetütete Smartphone.

 

Inhalt

Unter dem Smartphone befindet sich eine transparente Hülle, ein Akku, eine Displayfolie und eine Kurzanleitung sowie „Garantieschein“.

In der separaten Verpackung befindet sich das Netzteil und Ladekabel.

 

 

Netzteil und Akku

Das schwarze kompakte Netzteil hat ein Output von 5 V/1 A und kommt mit 100-240 V zurecht. Auch hier ist kein CE Zeichen vorhanden. Der Akku mit der Modellbezeichnung L-25 hat 2500 mAh und betreibt das Gerät mit einer Spannung von 3,8 V. Beim Einsetzen des Akkus merkt man, dass es recht eng liegt, somit wird gewährleistet, dass der Akku an die Pins gedrückt wird. Das Entnehmen wird dadurch jedoch nicht erschwert.

 

 

Displayfolie und Hülle

Für den Schutz des Displays wird eine dünne, flexible und klare Folie mitgeliefert. Das Anbringen ging relativ problemlos. Man muss wie immer darauf achten, dass man kein Staubkorn einfängt. Ich musste die Folie einmal abnehmen, dennoch klebt sie weiterhin sehr gut. Positiv ist auch die Glätte der Folie, man wischt fast wie auf einem Glas, daher stört die Folie beim bedienen nicht. Schön wie die Folie ist auch die transparente Hülle die beigelegt wurde. Sie ist passend genau und schützt das Backcover vor Kratzern. Was mir jedoch nicht gefällt, ist der Bereich an der Ladebuchse. Dort ist oft mein kleiner Finger und an dieser stelle ist die Hülle leicht Scharfkantig. Die Rückseite der Hülle ist rau, somit griffiger. Doch zerkratzt die sehr schnell! Schon nach zwei Tagen sind dort Kratzer zu sehen.

 

 

Kurzanleitung

Die Kurzanleitung erklärt wie man den Akkudeckel abmontiert, welche Bedientaste für was zuständig ist und hat auf der Rückseite eine Erklärung wie die wisch Gesten unter SailfishOS funktionieren…. alles natürlich in der Russischen Sprache 🙂

 

INOI R7

Von der Verarbeitung fühlt sich das Smartphone recht gut an. Im Vergleich zum Jolla C/Intex Aqua Fish wirkt das INOI R7 hochwertiger. Auch ein Plus sind die abgerundete Ecken, es fühlt sich im Daumenballen angenehm an. Positiv ist auch die Rückseite, da sie nicht zu glatt und somit gut griffig ist. Die Hauptkamera hat 8MP und besitzt eine Foto LED. Die Frontkamera hat 5MP. Die Fotoqualität ist in Ordnung aber auch nicht spektakulär. Man ist die Qualität gewohnt 🙂 Unter der LED liegt das zweite Mikrofon, das die Störgeräusche ausfiltert aber auch für Videoaufnahmen genutzt wird. Ebenfalls hinten liegt der Lautsprecher, unterhalb des SFOS-Logos. Das Gerät hat eine Abmessung von 145,9 (H) x 71,5 (B) x 8,9mm (T) und ist 145 g schwer.

 

Rechts ist der An/Aus Knopf sowie Laut/Leiser-Tasten. Die Tasten sind im Backcover integriert. Oben ist der 3,5 mm Klinke Eingang, rechts unten der microUSB Port sowie rechts daneben das Hauptmikrofon.

 

Unter dem Akkudeckel

… befinden sich zwei microSIM und ein microSD Karten Slot. Beim eingelegten Akku kann die microSD nicht eingesetzt bzw. entnommen werden. Unten noch einmal der Lautsprecher.

 

Booting …

Beim Hochfahren sehen wir ein neues Logo. Seltsamerweise nicht von INOI sondern das von Open Mobile Platform, kurz OMP. Neu ist, dass man nach der Sprachauswahl ein Sicherheitscode einrichten muss. Leider ist mir gerade nicht bekannt ob es an der Firmware 2.1.1.12 liegt oder extra für das russische Smartphone so vorgesehen wurde. Nachdem man sein Jolla Account hinzugefügt hat, überspringt der Einrichtungsassistent einige Schritte wie z.B. Auswahl der Apps die man Installieren möchte. Doch sind die meisten Standard Apps schon vorinstalliert (E-Mail, Medien, Dokumente, Notizen, Uhr, Taschenrechner, Wetter).

SailfishOS RUS

Wie schon oben geschrieben ist die Firmware Version 2.1.1.12 Installiert. Noch vor zwei Tagen konnte man die neue Early Access Version 2.1.1.23 laden, jedoch führte es dazu, dass das Gerät nicht mehr startet. Mittlerweile hat Jolla das Update für das INOI R7 zurückgezogen. Theoretisch könnte man das Update dennoch über das Terminal installieren, jedoch rate ich davon ab, denn das Bootproblem besteht weiterhin. Neu in dieser Firmware ist auch, dass man das Flashen des Gerätes unterbinden kann (Einstellung > Entwickler Modus). Auch Jolla C/Intex Aqua Fish haben diesen Feature ab der Firmware 2.1.1.23.

In SailfishOS RUS gibt es keine optische Unterschiede zu der Standard Version von Jolla. Mir sind nur zwei Sachen im Webbrowser aufgefallen. 1. Die Favoriten sind angepasst worden. Man findet dort die Open Mobile Plattform und Sailfish OS Developer Webseiten. Jolla’s Homepage und Community Forum sind dort nicht zu finden. 2. sind nur zwei Suchmaschinen aufgelistet: Yandex und Sputnik.ru – mit einem Patch lassen sich jedoch weitere Suchmaschinen hinzufügen.

Jolla Store, Aliendalvik, XT9 usw.

Der Store ist ganz normal zugänglich, allerdings gibt es unter Jolla Apps nur „Microsoft Exchange“ zur Auswahl, was eh schon vorinstalliert ist. Die Karten/Maps App fehlt hier gänzlich. Des Weiteren bietet das Gerät kein Aliendalvik Support an, daher Android Apps sind nicht installierbar und somit bleibt es erst einmal ein reines SFOS Smartphone. Dementsprechend ist der Marktplatz auch leer. Dennoch hat man nicht das Gefühl, dass das OS unfertig ist, wie oft bei portierten Geräten. Was noch fehlt ist die Wörter Autokorrektur XT9, allerdings kann man dieses Feature inoffiziell nachinstallieren, dazu müsst ihr die passenden Pakete aus einem anderen offiziellen Jolla Gerät herunterladen (das gleiche geht übrigens auch mit der Karten-App). Vorteil gegenüber dem Intex/Jolla C ist, dass das INOI R7 einen verbauten Kompass hat, daher ist es möglich Navigation und oder Geocaching zu nutzen. Allerdings hat das R7 kein Gyroskop.

 

Gehäuse, Display, Empfang, Sprachqualität usw.

Das Gehäuse ist meiner Ansicht nach sehr gut und robust verbaut. Egal wie man das anpackt, es knarzt und quietscht nicht. Die Oberfläche sowie die abgerundeten Ecken fühlen sich sehr gut in der Hand an. Die Hülle macht das Gerät etwas dicker. Das Display ist ähnlich oder gar identisch des Jolla C. Das 5″ IPS Display hat ebenso eine HD Auflösung von 1280×720 und 293 dpi. Wenn die Sonne direkt auf das Display scheint erkennt man trotz voller Leistung nicht sehr viel. Eventuell lag es bei mir auch an meinem eingestellten Ambiance, ich werde das noch einmal austesten. Der Empfang ist im Vergleich zu Jolla C gleich, wenn nicht sogar besser. Die Sprachqualität ist mehr als in Ordnung, schön laut und klar. Band 20 funktioniert auch ohne Probleme, somit kann man mit einer O2 Karte im LTE Netz surfen. Der Akku hält etwa gleich lang wie beim Oneplus X, der jedoch weniger mAh hatte. Allerdings kann es daran liegen, dass der Akku noch recht neu ist.

Übrigens kann das Display wie bei Jolla C nun in drei Methoden aufgeweckt werden. Üblich mit dem Power Knopf, auf das Display doppelt tippen und mittels Wisch Geste vom Rand in die Mitte. Allerdings finde ich die letzte Methode unnötig. Da wünschte man sich doch eher die Wisch Gesten des Oneplus X um z.B. die Lampe an/aus zu schalten, Kamera zu aktivieren bzw. den Media Player zu steuern.

 

 

AIDA64

 

Fazit

Im Großen und Ganzen bin ich trotz fehlenden Aliendalvik Supprt sehr überrascht wie gut das Gerät ist. Die Materialien wirken hochwertiger als diese von Jolla C/Intex. Der Preis von 180 € ist zwar recht stolz, vor allem weil es dem Intex Aqua Fish nahezu eins zu eins ähnelt, aber dennoch eine gute Alternative zu den portierten Geräten. Als SailfishOS Fan hat man da eh kaum Auswahl. Dank 2 GB RAM und Snapdragon 212 Quad 1,3 GHz läuft das OS sehr flüssig.

Schade finde ich nur, dass INOI auf ihrer Webseite so darstellt, dass man Android Apps Installieren kann. Vielleicht wird es doch früher oder später supported, aber wie man OMP kennt wollen die komplett Android unabhängig werden. Ein weiterer Grund kann und wird wohl die Android HAL 6.0.1 sein, bis dato wurde Aliendalvik nicht für diese Android Version angepasst. Eventuell wird man das nachinstallieren können sobald das IMAGE für das Sony Xperia X erscheint. Schwieriger wird es mit dem Importieren. Wie schon ganz oben Beschrieben gab es Probleme und mittlerweile bietet Buyon kein Versand nach Deutschland mehr an. Somit bleibt nur die Möglichkeit das Gerät mittels Freunden/Bekannten aus Russland zu bekommen. Auf jeden Fall ersetzt das Gerät mein Oneplus X 🙂

 

Spezifikation

  • Software: Sailfish OS RUS
  • Netze: Dual-Sim – GSM 850/900/1800/1900, WCDMA 900/2100, LTE B1/3/7/20
  • CPU: MSM-8909 Snapdragon 212
  • Display: 5″ HD (1280×720), IPS OGS
  • Speicher: 2GB RAM, 16GB ROM, erweiterbar bis 64GB (microSD)
  • Kamera: 8MP Hauptkamera und 5MP Frontkamera
  • Anschlüsse: USB 2.0 OTG, WIF 802.11 b/g/n
  • GPS: GPS, AGPS, Glonass
  • Sensoren: Kompass, Licht Sensor, Beschleunigungssensor,
  • Akku: 2500mAh – wechselbar
  • Maße: HxBxT 145.9 x 71.5 x 8,9 mm
  • Gewicht: 145 gr